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3. Deutsche Meisterschaften

3.1 Vergabeverfahren

3.1.1 Deutsche Meisterschaften können einem Landesverband zur Ausrichtung übertragen werden. Die verbindliche Antragstellung ist über den Landes-Kanu-Verband an den DKV- Ressortleiter und über die DKV-Geschäftsstelle an die DKV-Ressorttagung zu richten.

3.2 Alters- und Bootsklassen

3.2.1 Deutsche Meisterschaften werden in den Einzel- und Mannschaftsbootsklassen der

  • Schülerklassen A (B-Schüler nur in Mannschaften) („Deutsche Schülermeisterschaften“),
  • Jugendklassen („Deutsche Jugend-/Junioren-Meisterschaften“),
  • Juniorenklassen („Deutsche Jugend-/Junioren-Meisterschaften“),
  • Leistungsklassen („Deutsche Meisterschaften der Leistungsklasse“)

ausgetragen.

Ausgenommen sind der C2 der weiblichen Schüler, Jugend, Junioren und Damen sowie der C2-Mixed Schüler A.

Die Deutschen Meisterschaften der Jugend / Junioren und der Leistungsklasse können gemeinsam in einer Veranstaltung ausgetragen werden.

3.2.2 Die Einzelrennen werden dabei aufgeteilt in

  • Qualifikation (2 Läufe)
  • Halbfinale (1 Lauf)
  • Finale (1 Lauf)

3.2.3 Die Mannschaftsrennen werden in einem Lauf ausgetragen und finden nach den Qualifikationen der Einzelwettbewerbe statt.

3.2.4 Bei den jeweiligen Deutschen Meisterschaften ist die Austragung von Rennen anderer Altersklassen, sowie die Austragung von Rennen, in denen gemäß 3.2.1 keine Deutschen Meisterschaften ausgetragen werden, nicht gestattet. Ausgenommen sind die Schüler-B-Rennen sowie die Schüler-A-Bootsklassen, die keine Meisterschaftsdisziplin gemäß 3.2.1 sind, im Rahmen der Deutschen Schülermeisterschaften.

3.2.5 Meistertitel werden in einer Klasse nur vergeben, wenn in den Qualifikationsrennen mindestens fünf Boote aus mindestens drei Vereinen gestartet sind, bei Mannschaftsrennen mindestens drei Mannschaften aus zwei Vereinen.

3.3 Jury und Hauptschiedsrichter

Um den Einsatz auswärtiger Kampfrichter zu fördern, gewährt der DKV bei Deutschen Meisterschaften der Leistungsklasse einen Zuschuss zu deren Reisekosten. Dieser Zuschuss wird jährlich in Abhängigkeit von der Haushaltslage vom Verbandsausschuss festgelegt. Der Zuschuss ist vom Ausrichter vier Wochen vor der Meisterschaft bei der DKV-Geschäftsstelle anzufordern.

3.4 Teilnahmeberechtigung
3.4.1 Qualifikation
3.4.1.1 Schüler A

Startberechtigt in der jeweiligen Bootsklasse sind A-Schüler-Boote,

  • die sich über die Gruppenmeisterschaften qualifiziert haben (siehe 6.5)
  • die sich im Vorjahr bei den Deutschen Schülermeisterschaften für das Halbfinale in der jeweiligen Bootsklasse qualifizieren konnten.
  • die sich im Vorjahr bei den Deutschen Meisterschaften in den Rahmenrennen der Schüler B in der jeweiligen Bootsklasse in der ersten Hälfte der platzierten Teilnehmer (nach oben gerundet), maximal aber unter den besten 10, platziert haben.
3.4.1.2 Jugend/Junioren

Startberechtigt in der jeweiligen Bootsklasse sind Jugendliche und Junioren, die für den Deutschland-Cup U18 startberechtigt sind 1).

Startberechtigt bei der DM Jugend sind auch A-Schüler Boote, die sich bei der DM Schüler im gleichen Jahr für das Finale in der jeweiligen Bootsklasse qualifiziert haben. Sie dürfen nach der DM Jugend weiter in der Altersklasse Schüler A starten.

3.4.1.3 Leistungsklasse

Startberechtigt in der jeweiligen Bootsklasse sind Boote, die für den Deutschland-Cup startberechtigt sind 2) sowie die dem Ergebnis einer gemeinsamen Wertung nach besten 2/3 (nach oben gerundet, maximal 10) Boote der Finalläufe der DM Jugend/Junioren in der jeweiligen Bootsklasse des gleichen Jahres. Diese dürfen nach der DM Leistungsklasse weiter in ihrer Altersklasse starten.

3.4.1.4 Sonderfälle
3.4.1.4.1 Schüler B Rahmenrennen

Startberechtigt für die Rahmenrennen der Schüler B bei Deutschen Schülermeisterschaften sind Schüler B, die sich analog der in 3.3.3 beschriebenen Regelung bei den Rahmenrennen der Schüler B der Deutschen Schülermeisterschaften im Vorjahr in der jeweiligen Bootsklasse für ein „Halbfinale“ qualifiziert hätten. Startberechtigt sind weiterhin Schüler B, die sich über die Gruppenmeisterschaften qualifiziert haben (siehe 6.5).

3.4.1.4.2 Schüler A – Rahmenrennen

Für die Schüler-A-Bootsklassen, die keine Meisterschaftsklassen gemäß 3.2.1 sind, gelten sinngemäß die gleichen Qualifikationskriterien wie für die Schüler-B-Rahmenrennen (siehe 3.3.1.3.1).

3.4.1.4.3 C2 Mixed (außer Schüler A)

Startberechtigt bei den Deutschen Meisterschaften der jeweiligen Altersklasse sind Boote,

  • die sich im Vorjahr in der nächstunteren Altersklasse für das Finale der Deutschen Meisterschaft qualifiziert haben
  • die sich im Vorjahr in der gleichen Altersklasse für das Halbfinale der Deutschen Meisterschaft qualifiziert haben
  • die sich über die Gruppenmeisterschaften qualifiziert haben (siehe 6.5)
3.4.1.4.4 Weitere Qualifikationsveranstaltung für die DM Schüler

Die Ressorttagung Kanu-Slalom kann eine weitere Veranstaltung als Qualifikationsveranstaltung für die DM Schüler festlegen. Diese Veranstaltung sollte zeitlich nach der Deutschen Schülermeisterschaft im jeweiligen Jahr liegen. Startberechtigt bei den Wettkämpfen der Schüler A der DM Schüler im Folgejahr sind:

  • Schüler A, die sich bei dieser Qualifikationsveranstaltung in der jeweiligen Boots- klasse unter den besten 2/3 (nach oben gerundet) der gestarteten Boote platziert haben,
  • Schüler B, die sich auf dieser Qualifikationsveranstaltung in der jeweiligen Boots- klasse in der ersten Hälfte der platzierten Teilnahmen (nach oben gerundet), maximal aber unter den besten 10, platziert haben.

Startberechtigt bei den Rahmenrennen der Schüler B der DM Schüler im Folgejahr sind:

  • Schüler B, die sich bei dieser Qualifikationsveranstaltung in der jeweiligen Boots- klasse unter den besten 2/3 (nach oben gerundet) der gestarteten Boote platziert haben.
3.4.2 Mannschaftsrennen

Bei den Mannschaften muss mindestens ein Boot die Teilnahmeberechtigung für das Meisterschaftsrennen der jeweiligen Einzelbootsklasse (K1, C1 bzw. C2) haben. Dieses Boot gilt für die jeweilige DM als Boot der entsprechenden Altersklasse. Bei gemischten Mannschaften kann diese Anforderung sowohl durch ein Boot mit männlichen Wettkämpfern als auch durch ein Boot mit weiblichen Wettkämpferinnen erfüllt werden. Dies gilt sinngemäß auch für den C2-Mixed.

3.4.3 Halbfinale / Finale

Die bestplatzierten Boote der Qualifikation bzw. des Halbfinales qualifizieren sich für das Halbfinale bzw. Finale. Darüber hinaus wird, abhängig von der Anzahl der gestarteten Teilnehmer die maximale Teilnehmerzahl für Halbfinale und Finale pro Bootsklasse wie folgt festgelegt 3) :

Qualifikation Halbfinale (1 Lauf) Finale (1 Lauf)
bis zu 7 gestartete Boote 90 % (aufgerundet, max. 5) 90 % (aufgerundet, max. 4 )
8 – 9 gestartete Boote 6 5
10 oder mehr gestartete Boote 2/3 der gestarteten Boote der Qualifikation (nach oben gerundet), maximal 40 4/5 der für das Halbfinale qualifizierten Boote (nach oben gerundet), aber minimal 5 und maximal 10

Nimmt ein qualifiziertes Boot einen Startplatz nicht wahr, so gibt es keine Nachrücker.

3.5 Startfolge
3.5.1 Qualifikation

3.5.1.1 Für die Startfolge in allen Rennen gilt die Platzierung im Deutschland-Cup bzw. Deutschland-Cup U18 des Vorjahres (der Sieger startet als Letzter).

3.5.1.2 Für Schüler werden die Platzierungen der letzten DM Schüler herangezogen.

3.5.2 Halbfinale / Finale

3.5.2.1 Die Startfolge im Halbfinale richtet sich nach dem Ergebnis der Qualifikation, wobei der Gewinner als Letzter startet.

3.5.2.2 Die Startfolge im Finale richtet sich nach dem Ergebnis des Halbfinales, wobei das beste Boot als Letztes startet.

3.5.2.3 Ist bei den Qualifikationsrennen oder im Halbfinale der letzte Qualifikationsplatz mehrfach vergeben, so sind diese Wettkämpfer bei den Halbfinal- bzw. Finalläufen startberechtigt.

3.5.3 Mannschaften

Die Startfolge richtet sich nach der letzten DM.

3.6 Ermittlung der Platzierungen in den Einzelrennen

3.6.1 Zur Ermittlung der Gesamtplatzierung der Teilnehmer wird folgende Regel angewandt

  • Final-Teilnehmer in aufsteigender Folge der Ergebnisse des Finallaufes
  • Halbfinal-Teilnehmer in aufsteigender Folge der Platzierungen des Halbfinallaufes
  • Qualifikationsteilnehmer in aufsteigender Folge

3.6.2 Teilnehmer, die im Halbfinale oder Finale keine gültige Platzierung haben (vgl 1.9.9.1.4) werden jeweils am Ende platziert. Sind es mehrere, werden zur Ermittlung der Reihenfolge die Ergebnisse von Qualifikation bzw. Halbfinale herangezogen.

3.7 Streckenpläne

3.7.1 Die Streckenpläne für die Qualifikation bzw. Halbfinale und Finale müssen vor Beginn der Mannschaftsführerbesprechung durch Aushang veröffentlicht werden

3.8 Streckenumhängung und –vorfahrt

3.8.1 Halbfinale und Finale finden auf der gleichen, nach der Qualifikation und den Mannschaftsrennen geänderten Wettkampfstrecke statt.

3.8.2 Die Streckenvorfahrt sollte von den besten zwei Booten der nicht qualifizierten Teilnehmer, sowie einem vom Ausrichter benannten, leistungsstarken Boot durchgeführt werden, sofern sie nicht in anderen Bootsklassen am Halbfinale bzw. Finale teilnehmen.

3.8.3 Mannschaftsfahrer, die nicht an den Einzeldisziplinen teilnehmen und die nicht an der Streckenvorfahrt teilgenommen haben, können, wenn es die Umstände erlauben, als Testfahrer einen Lauf absolvieren. Namentliche Meldung beim Hauptschiedsrichter ist Voraussetzung.

3.9 Meisternadeln / Medaillen / Erinnerungsgaben

3.9.1 Deutsche Meister, Zweit- und Drittplatzierte erhalten die Meisternadeln des Deutschen Kanu-Verbandes. Hierzu sind die zu vergebenden Meisternadeln vom Ausrichter vier Wochen vor der Meisterschaft bei der DKV-Geschäftsstelle anzufordern.

3.9.2 Deutsche Meister, Zweit- und Drittplatzierte erhalten vom Ausrichter Gold-, Silber- und Bronzemedaillen.


Hinweise und Auslegungen

1)
dazu müssen sie nicht im DC-U18 geführt sein, sondern nur die Teilnahmeberechtigung gem. 4.3 haben
2)
dazu müssen sie nicht im DC geführt sein, sondern nur die Teilnahmeberechtigung gem. 4.3 haben
3)
Auf www.kanuslalom.de gibt es eine Übersicht über die Teilnehmerzahlen Halbfinale/Finale